Luciano Moggi, Drahtzieher im großen italienischen Fußball-Wettskandal von 2006, geht nach seiner Verurteilung zu fünf Jahren und vier Monaten Haft in die Berufung.

"Ich habe erst die erste Runde verloren. Ich habe noch Vertrauen in die Justiz", sagte Moggi. Der 74-Jährige, ehemaliger Sportdirektor des Rekordmeisters Juventus Turin, war für schuldig befunden worden, als Drahtzieher einer kriminellen Vereinigung das italienische Fußballsystem manipuliert zu haben.

Auch Claudio Lotito, Präsident von Miroslav Kloses Verein Lazio Rom, sowie die Besitzer des AC Florenz, Andrea und Diego Della Valle, wollen gegen ihre Verurteilung zu 15 Monaten Haft Einspruch einlegen. Das Berufungsverfahren soll im kommenden Jahr beginnen.

Moggi bestreitet hartnäckig, die Liga durch Einflussnahme auf Schiedsrichter manipuliert zu haben. 2006 war er vom Sportgericht des italienischen Fußball-Verbandes dennoch zu einem fünfjährigen Berufsverbot und Juventus zum Zwangsabstieg in die Serie B verurteilt worden. Den Turinern war außerdem der Meistertitel von 2006 aberkannt worden.

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