Im italienischen Fußball tobt wegen der zunehmenden Anzahl von ausländischen Profis weiterhin eine lebhafte Debatte.

"In Italien gibt es für junge Talente einfach keinen Platz mehr", kommentierte die italienische Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport" am Samstag. Hintergrund der Diskussion sind die aktuellen Quoten in der Serie A: 51,4 Prozent der seit Saisonbeginn eingesetzten Spieler sind Ausländer.

Das Team mit den meisten Ausländern ist Inter Mailand, 21 Legionäre spielen derzeit beim lombardischen Spitzenklub.

Die Debatte kocht in Italien seit längerer Zeit und wurde zuletzt erneut angeheizt, als Nationalcoach Cesare Prandelli zwei Italiener ausländischer Herkunft für das EM-Qualifikationsspiel gegen Serbien berief. Die Maßnahme hatte sogar in politischen Kreisen Proteste ausgelöst.

Italiens rechtspopulistische Regierungspartei Lega Nord hatte Prandellis Beschluss, Pablo Osvaldo und Angelo Ogbonna einzusetzen, scharf kritisiert.

Osvaldo ist argentinischer Abstammung, der farbige Ogbonna hat nigerianische Wurzeln. Niemand kümmere sich mehr um italienische Talente, protestierte die Lega.

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