Bei Bayern Münchens Gruppengegner SSC Neapel ist vor dem Champions-League-Spiel am Dienstag gegen Manchester City Unruhe ausgebrochen.

Präsident Aurelio De Laurentiis erhielt laut der Gazzetta dello Sport im Rahmen von Ermittlungen der Justiz zu Verstrickungen von Mafia und Fußball von der Staatsanwaltschaft Besuch und musste Fragen zu mehreren in Manipulationsverdacht geratenen Begegnungen seines Klubs beziehen.

Die Justizbehörden ermitteln insgesamt in Zusammenhang mit 150 Spielen, die von der Camorra manipuliert worden sein sollen. Im Rahmen der Untersuchungen waren im vergangenen September acht Mafiosi festgenommen worden, darunter zwei Inhaber von Wettbüros im Raum Neapel.

Die Ermittler vermuten, dass die Camorra mehrere Spiele der unteren Ligen manipuliert habe. Nach Ansicht der Staatsanwälte könnte die Mafia auch Geld aus kriminellen Aktivitäten durch Investitionen bei legalem Wettanbietern gewaschen haben.

Vergangene Woche reisten neapolitanische Staatsanwälte nach Spanien, um Inter Mailands Ex-Trainer Hector Cuper zu befragen. Dem Coach des spanischen Vereins Racing Santander werden Kontakte zu Mitgliedern der Camorra, dem neapolitanischen Arm der Mafia, vorgeworfen.

Die Mafiosi hätten Kontakte mit Fußballtrainern aufgenommen, um den lokalen Wettmarkt zu beeinflussen, vermuten die Ermittler.

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