Italiens Nationalspieler Domenico Criscito und Leonardo Bonucci werden im Wettskandal am 16. Juli vom italienischen Fußballverband FIGC vernommen. Dies teilte der Verband mit.

Verteidiger Criscito vom russischen Klub Zenit Sankt Petersburg war wegen des Verdachts der Verwicklung in den Skandal vor der EM aus dem Kader gestrichen worden, während sein Teamkollege Bonucci in Polen und der Ukraine Vize-Europameister wurde.

Kurz vor EURO-Beginn hatte die Polizei Criscitos Zimmer im Trainingszentrum der Azzurri in Florenz durchsucht.

Der italienische Verband begründete die unterschiedliche Behandlung der beiden Spieler damit, dass Bonucci im Gegensatz zu Criscito keinen offiziellen Ermittlungsbescheid erhalten habe.

Die Ermittlungen gegen Bonucci und Criscito hatten vor EM-Beginn für einen Eklat gesorgt und die Nationalmannschaft von Trainer Cesare Prandelli unter Druck gesetzt.

Am 16. Juli wird auch Andrea Ranocchia von Inter Mailand befragt, der in der Saison 2010/11 Bonuccis Teamkollege beim AS Bari war. Vor Bonucci soll zudem am kommenden Dienstag Andrea Masiello von Atalanta Bergamo befragt werden.

Der Abwehrspieler, der im April verhaftet worden war, ist seit dieser Woche wieder frei. Er wird beschuldigt, eine kriminelle Vereinigung aufgebaut zu haben. Masiello hatte Spielabsprachen in der vergangenen Saison zugegeben, als er in Bari unter Vertrag gestanden hatte.

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