Italiens Nationalspieler Domenico Criscito und Leonardo Bonucci sind am Montag vom nationalen Fußballverband FIGC im Wettskandal vernommen worden.
"Criscito hat seine Position geklärt. Wir hoffen, dass alles in kurzer Zeit gelöst wird", sagte der Rechtsanwalt des Profis vom russischen Klubs Zenit St. Petersburg. Criscito war wegen des Verdachts auf Verwicklungen in den Skandal aus dem EM-Kader gestrichen worden.
Bonucci hingegen erreichte mit Italien beim Turnier in Polen und der Ukraine das Finale.
Kurz vor Beginn der EURO hatte die Polizei Criscitos Zimmer im Trainingszentrum der Azzurri in Florenz durchsucht. Der italienische Verband begründete die unterschiedliche Behandlung der beiden Spieler damit, dass Bonucci im Gegensatz zu Criscito keinen offiziellen Ermittlungsbescheid erhalten habe.
Die Ermittlungen gegen Bonucci und Criscito hatten vor EM-Beginn für einen Eklat gesorgt und die Nationalmannschaft von Trainer Cesare Prandelli unter Druck gesetzt.
Zuvor war bereits der Abwehrspieler von Ex-Meister Inter Mailand, Andrea Ranocchia, vom FIGC vernommen worden. Der Spieler, der in Begleitung seines Rechtsanwalts im Verbandssitz in Rom erschien, antwortete auf Fragen über Spiele der Saison 20092010/, als er beim AS Bari unter Vertrag gestanden hatte.
"Alles in Ordnung", sagte er den Journalisten nach der Befragung.
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft betreffen insgesamt 33 Spiele. Zentrale Figur der Ermittlungen soll der im April verhaftete Andrea Masiello sein. Laut Aussagen des früheren Profis vom AS Bari sind während der Saison 2010/2011 neun Begegnungen mit Bari-Beteiligung manipuliert worden.
Masiello hat bereits zugegeben, im Spiel gegen US Lecce am 15. Mai 2011 (0:2) gegen Bezahlung ein Eigentor erzielt zu haben.

