Der italienische Fußballverband FIGC hat durch Ermittler Stefano Palazzi am Mittwoch eine dreimonatige Sperre und eine Geldstrafe von 200.000 Euro für den Coach von Meister Juventus Turin, Antonio Conte, gefordert.
Palazzi stimmte damit Contes Vergleichsvorschlag zu. Palazzi forderte allerdings darüber hinaus einen Abzug von fünf Punkten für Contes Ex-Klub AC Siena. Die Disziplinarkommission des FIGC muss jetzt das Urteil fällen.
Vor Beginn des Verfahrens in Rom kam es zu verbalen Scharmützeln vor dem Eingang. Eine kleine Gruppe von Juve-Fans beschimpften Palazzi und riefen "Hände weg von unserem Trainer!"
Aufgrund der möglichen dreimonatigen Sperre würde Conte beim italienischen Titelträger Juve erst ab November wieder auf der Trainerbank sitzen. 14 Meisterschaftsspiele würde er versäumen. Conte soll in diesem Fall sehr wahrscheinlich von Juves Nachwuchscoach Marco Baroni vertreten werden.
Conte hätte ohne Vergleichsvorschlag eine Sperre von mindestens sechs Monaten gedroht. Der Coach des piemontesischen Rekordmeisters war vor rund drei Monaten von einem verhafteten Profi beschuldigt worden, 2011 noch als Trainer des AC Siena über Spielabsprachen informiert gewesen zu sein und seine Kenntnisse nicht gemeldet zu haben. Er wurde jedoch vom Verdacht des Sportbetrugs entlastet.

