Das Kassationsgericht in Rom, die dritte und letzte Instanz im italienischen Strafsystem, hat die Haftstrafen für zwei Hooligans bestätigt, die wegen des Todes des Polizisten Filippo Raciti im Februar 2007 bei Krawallen am Rande des Serie-A-Derbys Catania Calcio gegen US Palermo zu elf bzw. acht Jahren Gefängnis verurteilt worden waren.

Die beiden Rowdys wurden in Strafanstalten auf Sizilien untergebracht.

Antonio S., der am 2. Februar 2007 noch minderjährig war, soll mit anderen Ultras ein Waschbecken aus den Toilettenanlagen der Nord-Kurve des Angelo-Massimino-Stadions von Catania herausgerissen und von der Tribüne geworfen haben.

Dabei wurde Raciti getroffen, der Polizist war später seinen schweren Verletzungen erlegen.

S. habe versehentlich den Polizisten getroffen, er hatte keine Absicht, ihn zu töten, erklärten die Staatsanwälte, die aus diesem Grund für den Angeklagten nicht die Höchststrafe gefordert hatten.

Ähnliche Vorwürfe wurden gegen den zweiten Fan, Daniele M., erhoben, der zum Zeitpunkt der Krawalle volljährig gewesen war.

Nach Racitis Tod hatte das italienische Parlament ein strenges Anti-Gewalt-Gesetz verabschiedet.