Der 18-malige italienische Meister Inter Mailand hat vereinsinternes Mobbing gegen seinen niederländischen Mittelfeldstar Wesley Sneijder dementiert.

"Mit dem Begriff 'schikanieren' sollten wir ganz vorsichtig sein", sagte Trainer Andrea Stramaccioni am Rande des 1:0-Siegs am Sonntag in Palermo: "Das sollte mal ein normaler Arbeiter hören, der mit 1000 Euro im Moment nach Hause kommt. Ich denke, bei Sneijder kam es zu keiner Form der gewaltsamen Einflussnahme, der Beleidigung oder der Diskriminierung."

Die internationale Spielervereinigung FIFPro hatte Inter zuletzt vor Mobbing gegenüber Sneijder gewarnt.

FIFPro-Präsident Leo Grosso sprach vor "einer gravierenden und inakzeptablen Verletzung" von Sneijders Rechte, sollte dieser weiterhin vom Kader ausgeschlossen werden, um ihn zu zwingen, eine Vertragsverlängerung zu schlechteren Konditionen anzunehmen.

Angeblich will Inter den Vertrag mit dem niederländischen Vize-Weltmeister vorzeitig bis 2017 verlängern, allerdings soll Großverdiener Sneijder eine Gehaltskürzung von sechs auf vier Millionen Euro pro Jahr akzeptieren.

Der 28-Jährige, der noch bis 2015 an die Lombarden gebunden ist, weigert sich bislang. Der Verein beschloss daher, ihn vorerst nicht mehr einzusetzen. Auch gegen Palermo gehörte der 28-Jährige nicht zum Kader.

"Ich habe das Recht, mir auszusuchen, wen ich spielen lassen will. Und im Moment sehe ich bessere Spieler, die ich mir aussuchen kann", sagte Stramaccioni.

Sneijder war 2009 von Real Madrid zu den Lombarden gewechselt und hatte die "Nerazzurri" 2010 zum 2: 0-Finalsieg in der Champions League gegen den FC Bayern geführt.

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