Der ehemalige Geschäftsführer des italienischen Rekordmeisters Juventus Turin, Antonio Giraudo, ist am Mittwoch von einem Berufungsgericht in Neapel wegen Manipulation zu einem Jahr und acht Monaten Haft verurteilt worden.

Damit wurde die erstinstanzliche Strafe von drei Jahren Haft reduziert. Giraudo wurden Spielabsprachen vorgeworfen.

Der Ex-Präsident des Italienischen Schiedsrichterverbandes (AIA), Tullio Lanese, sowie der ehemalige Linienrichter Paolo Dondarini, die in erster Instanz zu zwei Jahren Haft verurteilt worden waren, wurden freigesprochen.

Dasselbe gilt für den ehemaligen Referee Tiziano Pieri, der zunächst eine Strafe von zwei Jahren und vier Monaten Haft erhalten hatte.

Den Schiedsrichtern wurde Mitverantwortung am Manipulationsskandal im Sommer 2006 angelastet, der Italien tief erschüttert hatte. Die Richter hielten es für bewiesen, dass eine kriminelle Vereinigung zur Beeinflussung der Fußball-Meisterschaft um Giraudo aufgebaut worden sei.

Mit dem Abschluss des Zivilprozesses in Neapel ist der größte Manipulationsskandal im italienischen Fußball zu Ende gegangen.

Vor dem Sportgericht des Fußball-Verbandes waren Luciano Moggi, Ex-Sportdirektor von Juventus Turin, und seine Komplizen bereits im Sommer 2006 zu langen Berufsverboten und Geldstrafen verurteilt worden.

Den Klubs der Betrüger kamen die Machenschaften ihrer Funktionäre teuer zu stehen. So wurde Juve zum Zwangsabstieg in die Serie B verurteilt, schaffte aber den sofortigen Wiederaufstieg in die höchste Spielklasse.

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