Laut Aussage des Polizeipräsidenten Antonio Manganelli hat Italien das Gewaltproblem im Fußball besiegt.

"Spannungen zwischen rivalisierenden Fangruppen führten immer wieder zu Schlachten. Wir haben es geschafft, einschneidende Anti-Gewalt-Maßnahmen konkret umzusetzen", sagte Manganelli im Rahmen einer internationalen Konferenz zum Thema illegale Wetten.

Die positiven Resultate der Gewaltprävention seien der Zusammenarbeit zwischen der Polizei, dem Fußballverband, den Ligen und der Spieler- und Schiedsrichtergewerkschaft zu verdanken, sagte Manganelli.

Der Polizeipräsident sagte, Fans müssten heutzutage einen "Kriegspfad" mit unzähligen Kontrollen gehen, um in die Stadien zu gelangen: "Ich hoffe aber, dass es bald zu einer Normalisierung der Situation kommen wird."

Neben der Gewalt und illegalen Wetten hat Italiens Fußball vor allem mit Rassismus zu kämpfen.

"Wir haben da ernsthafte Probleme", gab Manganelli zu. Bei einem Testspiel zwischen dem AC Mailand und dem Viertligisten Pro Patria Anfang Januar hatten Patria-Fans den früheren Bundesliga-Profi Kevin-Prince Boateng rassistisch beleidigt. Der Ex-Profi von Hertha BSC Berlin verließ daraufhin das Spielfeld, die Partie wurde abgebrochen.