Der italienische Erstligist Cagliari Calcio hat in der Posse um sein neues Stadion IS Arenas einen drastischen Schritt ergriffen.

Nachdem die Gemeinde Quartu als Eigentümer des Stadions am vergangenen Wochenende wegen unzureichender Sicherheitsvorkehrungen den Zuschauern bereits zum dritten Mal den Einlass verweigerte, wird der Verein zukünftig seine Heimspiele in Triest austragen.

"Das ist eine Demütigung für ganz Sardinien", hatte Cagliaris Generaldirektor Francesco Marroccu erklärt, nachdem der Verein auch mit einem Sonderantrag gescheitert war.

Zuvor hatte der Klub, der erst zu Saisonbeginn vom angestammten Stadion Sant'Elia umgezogen war, schon gegen Sampdoria Genua und den FC Turin Geisterspiele bestreiten müssen. Die Gemeinde Quartu verwies in einer Stellungnahme auf einen dreijährigen Mietvertrag mit dem Verein. Es droht nun ein Rechtsstreit.

Erstmals war das Stadion im vergangenen Jahr bei einem Sicherheitscheck durchgefallen. Das damals kurzfristig abgesagte Spiel gegen den AS Rom im September wurde vom italienischen Verband (FIGC) mit 0:3 gewertet, da Cagliari damals noch nicht vor leeren Rängen spielen wollte.

Der Stadion-Wechsel steht für Cagliari schon seit Baubeginn unter keinem guten Stern. Vereins-Boss Massimo Cellino war im Zusammenhang mit dem Bau Mitte Februar wegen Unterschlagung und Dokumentenfälschung vorübergehend festgenommen worden. Seit seiner Entlassung steht Cellino unter Hausarrest.

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