Die Spuren der von der Staatsanwaltschaft Neapel eingeleiteten Untersuchungen gegen 41 italienische Klubs der Serie A, B und C wegen Steuerbetrug und Geldwäsche führen offenbar ins Ausland.

Die Staatsanwälte wird die Ermittlungen durch Amtshilfe-Ersuchen auch außerhalb Italiens ausdehnen. Sie wollen feststellen, ob Klubs, die angeblich den italienischen Fiskus betrogen haben, Schwarzgelder in Steuerparadiesen versteckt haben.

Gefahndet wird nach Offshore-Gesellschaften, die dafür gegründet worden seien, um Zahlungen am Fiskus vorbeizuschleusen. Dies berichtete die italienischen Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport".

Die Klubs erklärten sich bereit, mit der neapolitanischen Staatsanwaltschaft zur Klärung der Vorwürfe zusammenzuarbeiten. "Die Serie A-Liga hat keinen Grund, am korrekten Verhalten seiner Mitglieder zu zweifeln", teilte die Liga in einer Presseerklärung mit.

Inter Mailand und Udinese Calcio, die ebenfalls Besuch der Steuerfahnder am Dienstag erhalten hatten, erklärten, dass ihre Büros nicht durchsucht worden seien.

"Es war keine Durchsuchung, die Steuerpolizei hat uns lediglich um Dokumente gebeten", berichtete Inter-Chef Massimo Moratti.

Im Rahmen einer großangelegten Operation wurden wegen des Verdachts auf Steuerbetrug und Geldwäsche am Dienstag die Räumlichkeiten der italienischen Spitzenklubs Juventus Turin, AC Mailand und SSC Neapel durchsucht.

Die Polizei nahm auch die Büros von Lazio Rom, Klub des deutschen Nationalspielers Miroslav Klose, unter die Lupe.