Italiens Fußballverband schlägt wegen der zunehmenden Zahl von ausländischen Spielern in den Klubs der Serie A Alarm. Besonders besorgt ist der Koordinator der Jugend-Nationalmannschaften, Arrigo Sacchi.

"Wenn ich die Liste der Spieler der Serie A durchlese, stelle ich fest, dass es sich nicht mehr um eine italienische Meisterschaft handelt", sagte der 67 Jahre alte frühere Nationaltrainer: "Darunter leiden unsere Nationalmannschaften."

Stattdessen solle sich Italien ein Beispiel an Spanien nehmen.

"Dort sind sehr viele einheimische Spieler im Einsatz, weil es die Zuschauer verlangen. In Italien zählt nur, wer gewinnt. Wenn man es mit 25 Ausländern auf dem Spielfeld tut, ist es egal", sagte Sacchi laut "Gazzetta dello Sport" am Samstag.

Seit Beginn des Sommers haben die italienischen Serie-A-Klubs 52 Ausländer verpflichtet, die meisten davon aus Südamerika.

54,7 Prozent der Spieler, die in der nächsten Saison eingesetzt werden, sind keine Italiener, was 316 Ausländern entspricht. In der Saison 2006/2007 standen noch 156 Ausländer in der Serie A unter Vertrag.

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