Tausende Menschen, darunter mehrere Spieler des italienischen Erstligisten SSC Neapel, haben am Freitag in Neapels Vorort Scampia Abschied von Klub-Fan Ciro Esposito genommen.

Der 30-Jährige war vor sieben Wochen bei schweren Ausschreitungen nach dem Pokalfinale gegen den AC Florenz (3:1) am 3. Mai niedergeschossen worden und am Mittwochmorgen gestorben.

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Als tatverdächtig gilt ein Hooligan von AS Rom, der in Untersuchungshaft sitzt. Esposito war am Dienstag nach mehr als sieben Wochen Behandlung auf der Intensivstation ins Koma gefallen und einen Tag später gestorben.

Fußballer, Politiker, der Chef von Italiens Olympischem Komitee (CONI), Giovanni Malago, Neapels Präsident Aurelio De Laurentiis und Tausende Fans pilgerten zum Sarg Espositos, der in einer Halle in Scampia aufgebahrt war.

Einige Tifosi trugen den Sarg bis zum Platz, wo die Trauerzeremonie stattfand. Der Bürgermeister von Neapel, Luigi De Magistris, verordnete der Stadt einen Trauertag.

Die Familie des Opfers erhob schwere Vorwürfe gegen die Sicherheitskräfte, die während des Finale um die Coppa Italia verantwortlich gewesen waren.

Zugleich warnte sie Neapel-Fans vor Racheakten. "In Ciros Namen wollen wir Gerechtigkeit und keine Rache", sagte die Mutter des Opfers.

Dem mutmaßlichen Todesschützen, der nach den Zusammenstößen am 3. Mai im Krankenhaus behandelt werden musste und inzwischen im Gefängnis sitzt, steht nun ein Prozess wegen Totschlags bevor. Der Ultra-Anhänger von AS Rom soll Verbindungen zur rechtsradikalen Szene haben.

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