Italiens Fußball droht ein neuer Manipulations- und Wettskandal.

Die Ermittler des italienischen Verbandes (FIGC) haben eine Untersuchung gegen den Zweitligisten US Gallipoli wegen mutmaßlicher Absprachen in die Wege geleitet.

Ein verdächtig große Anzahl von Wetten sei für das am Sonntag ausgetragene Serie-B-Spiel zwischen Gallipoli und Grosseto Calcio (2:2) registriert worden, hatten die italienischen Behörden gemeldet.

Die European Sports Security Association (ESSA) teilte mit, dass die Auszahlung der erfolgreichen Wetten für diese Begegnung ausgesetzt worden sei, solange der Fall nicht geklärt sei.

Giuseppe Giannini, bis Montag noch Gallipolis Trainer, wies die Vorwürfe zurück. Das Spiel sei korrekt verlaufen. Der Coach hatte das Handtuch geworfen, weil der Klub seit zwei Monaten ihm und den Spielern keine Gehälter gezahlt hatte.

Vor kurzem waren Gerüchte über eine Verwicklung des Zweitligisten Crotone in einen im November aufgeflogenen Manipulations- und Wettskandal in Süditalien aufgekommen.

Die Affäre hatte zur Verhaftung von Präsident Giuseppe Postiglioni vom Drittligisten Potenza sowie von acht weiteren Funktionären des Vereins und Mitgliedern krimineller Organisationen geführt.

Die Verdächtigen werden laut Polizei beschuldigt, Fußballspiele manipuliert und ein illegales Wettsystem aufgebaut zu haben. Die Ermittlungen betreffen ein Serie-B-Match im Jahr 2007/08 sowie sieben Spiele der 3. Liga in der Saison 2008/09.

Der italienische Verband hat kürzlich die Strafen für Manipulationen verschärft. Betrüger müssen mit Sperren von mindestens eineinhalb Monaten rechnen. Den betroffenen Klubs drohen Punkteabzug und Zwangsabstieg.

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