Javier Florez, der im Juli 2009 im Streit einen Anhänger seines Klubs Atletico Junior de Barranquilla erschossen hatte, feierte im Rahmen des kolumbianischen Pokals sein Comeback.

Die Rückkehr des 28 Jahre alten Offensivspielers polarisierte bei der 0:1-Niederlage in Valledupar die Zuschauer. Während Junior-Anhänger mit Plakaten die Rückkehr von Florez feierten, quittierten die Fans der Hausherren das Comeback mit Sprechchören wie "Mörder" oder "Killer".

Florez ließ sich von der aufgeheizten Atmosphäre nicht beeindrucken. "Ich habe mich auf meine Arbeit konzentriert und fühlte mich ausgeglichen", zitierte die Tageszeitung "El Heraldo" den umstrittenen Profi. Trainer Diego Umana, der Florez in der 80. Minute auswechselte, hatte im Vorfeld gefordert, Florez die Chance auf eine faire Wiedereingliederung in die Gesellschaft einzuräumen.

Der zur Tatzeit stark alkoholisierte Florez hatte am 5. Juli 2009 einen Fan erschossen, der ihn wegen der Niederlage im Meisterschaftsfinale beleidigt und bedrängt hatte.

Nach Medienberichten hatte sich Florez mit den Hinterbliebenen des von ihm erschossenen Familienvaters auf eine Schadenersatzzahlung von umgerechnet rund 52.000 Euro geeinigt.

Die kolumbianische Staatsanwaltschaft hatte für den Fußball-Profi zunächst die Höchststrafe von bis zu 40 Jahren Haft gefordert, während die Anwälte auf Notwehr plädierten. Die strafrechtliche Klärung des Falles ist noch nicht endgültig abgeschlossen.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel