Der frühere französische Nationalspieler Zinedine Zidane würde "lieber sterben", als sich bei dem Italiener Marco Materazzi für seinen Kopfstoß im WM-Finale 2006 in Berlin zu entschuldigen.

"Den Fußball, die Fans und seine Mannschaft bitte ich jedoch um Verzeihung", sagte Zidane der spanischen Zeitung "El Pais". Nach dem Finale, das Italien im Elfmeterschießen mit 5:3 gewonnen hatte, sei er in die Kabine gegangen, um bei seinen Mannschaftskollegen um Vergebung zu bitten. "Aber ihm kann ich niemals, niemals verzeihen. Das wäre unehrenhaft", so Zidane, der dem italienischen Abwehrspieler nach einem Wortgefecht einen Kopfstoß auf die Brust gegeben und dafür in der 110. Minute die Rote Karte gesehen hatte.

"Auf dem Platz sind viele Dinge passiert. Auch das, was damals geschehen ist, war nicht neu für mich", sagte der 37-Jährige. Er hätte seine Gefühle in diesem Moment aber nicht kontrollieren können, da seine Mutter zu diesem Zeitpunkt im Krankenhaus gelegen hätte.

Der dreimalige Weltfußballer des Jahres beendete nach dem Finale seine Karriere und ist heute als Berater seines ehemaligen Klubs Real Madrid aktiv.

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