Sportlich ist Paris St. Germain in der Versenkung verschwunden, für Schlagzeilen sorgen nur die gewalttätigen Fans des zweimaligen französischen Meisters. Nach den schweren Ausschreitungen im letzten Liga-Spiel gegen Olympique Marseille, bei denen ein Mann schwer verletzt wurde, hat sich sogar Frankreichs Präsident eingeschaltet: Nicolas Sarkozy will knallhart durchgreifen.

"Ich werde mit Innenminister Brice Hortefoux dafür sorgen, dass diese Schläger aus unseren Stadien verschwinden", sagte der bekennende PSG-Fan: "Ich gehe schon lange Zeit zu PSG und auch länger als diese Schläger, die für diese Szenen verantwortlich waren."

In Ermangelung gegnerischer Anhänger waren rivalisierende Fangruppen des Tabellenzwölften am vergangenen Wochenende nach der 0:3-Heimniederlage gegen Olympique Marseille im Prinzenpark-Stadion aufeinander losgegangen. Ein Schwerverletzter im künstlichen Koma und Dutzende Verhaftungen waren das Ergebnis. Fans aus Marseille waren erst gar nicht angereist: Aus Protest gegen die drastischen Sicherheitsvorkehrungen hatten sie das Spiel boykottiert.

Insgesamt 16 Fans wurden mittlerweile verhaftet und mit sofortigen Stadionverboten belegt. Ein Anhänger wurde bereits zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt, die anderen Verfahren laufen noch.

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