Fußballvereine dürfen auch in Zukunft eine Entschädigung für die von ihnen ausgebildeten Spieler verlangen, wenn diese einen Vertrag bei einem anderen Klub unterschreiben. Der Europäische Gerichtshof entschied am Dienstag, dass diese Regelung nicht dem Anspruch auf Freizügigkeit der Arbeitnehmer entgegensteht.

Bei der Verhandlung ging es um den französischen Spieler Olivier Bernard, der 1997 einen Ausbildungsvertrag bei Olympique Lyon hatte. Der damals 20-Jährige schlug das Angebot für einen anschließenden Profivertrag aus und unterzeichnete stattdessen einen Vertrag bei Newcastle United. Lyon forderte daraufhin Schadensersatz in Höhe von 53.000 Euro.

Nach Ansicht des Gerichtshofs ist die Aussicht auf die Erlangung von Ausbildungsentschädigungen geeignet, die Vereine zu ermutigen, nach Talenten zu suchen und für die Ausbildung junger Spieler zu sorgen.

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