Der türkische Erstligist Diyarbakirspor ist nach erneuten Ausschreitungen seiner Fans dem Zwangsabstieg nur knapp entgangen.

Nach dem zweiten abgebrochenen Spiel in Folge wurde keine weitere Niederlage am "Grünen Tisch" verhängt, die automatisch den Sturz in die Zweitklassigkeit zur Folge gehabt hätte. Das gab der nationale Verband am Freitag bekannt.

Anfang des Monats war zunächst das Spiel gegen Bursaspor in der 17. Minute abgebrochen worden, nachdem Anhänger der Heimmannschaft Gegenstände aufs Spielfeld geworfen und einen Schiedsrichterassistenten verletzt hatten.

Nur eine Woche später kam es nach dem 0:1 in der 87. Minute gegen Istanbul Büyüksehir Beled zum Abbruch, weil etwa 60 Fans das Spielfeld gestürmt hatten. Das mit Spannung erwartete Urteil hatte sich zu einem Politikum entwickelt, da Diyarbakirspor der einzige kurdische Verein in der ersten Liga ist. Die kurdische Minderheit in der Türkei fühlt sich in ihren Rechten oftmals vom Staat diskriminiert.

Sogar das Militär hatte angesichts drohender Radikalisierung kurdischer Fans und der Gefährdung der türkischen Einheit vor einer erneuten Bestrafung gewarnt.

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