Die Bewerbung des englischen Verbands FA um die Ausrichtung der Weltmeisterschaft 2018 wird durch Äußerungen von FA-Präsident David Triesman belastet.

Nach einem Bericht der Zeitung "Mail on Sunday" verdächtigt Triesman die Bewerber-Konkurrenten Spanien und Russland der Manipulation sowie einer möglichen Schiedsrichter-Bestechung bei der WM-Endunde in Südafrika.

Die Zeitung zitiert aus einem Gespräch zwischen Triesman und seiner Ex-Geliebten Melissa Jacobs, das angeblich von Jacobs auf einem Tonband aufgezeichnet wurde.

In dem Gespräch soll Triesman die Vermutung geäußert haben, dass Spanien während der WM in Südafrika Schiedsrichter bestechen will und dabei auf Hilfe aus Russland hofft.

Als Gegenleistung könnten die Spanier, die sich gemeinsam mit Portugal um die WM-Ausrichtung 2018 bewerben, ihre Bewerbung zurückziehen und dafür sorgen, dass ihre Sympathisanten im Exekutiv-Komitee des Weltverbands FIFA für Russland stimmen.

Das englische WM-Bewerbungskomitee hat die Aussagen Triesmans derweil indirekt bestätigt. Die Engländer faxten Entschuldigungsschreiben an den russischen und den spanischen Verband sowie die FIFA. Darin distanziert sich das Komitee von den Aussagen des FA-Präsidenten.

Triesman ist von seinem Amt zurückgetreten.

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