Bayern Münchens Superstar Franck Ribery und sein Landsmann Karim Benzema von Real Madrid dürfen trotz der Ermittlungsverfahren wegen ihrer Verwicklung in die Rotlicht-Affäre weiter auf Berufungen in die französische Nationalmannschaft hoffen.

Frankreichs neuer Auswahltrainer Laurent Blanc verneinte in einem Interview mit den Tageszeitungen "Le Parisien" und "Aujourd'hui en France" die Auffassung, dass aufgrund der Verfahren Nominierungen von Ribery und Benzema für die "Equipe tricolore" nicht mehr in Betracht kommen sollten.

"Die juristischen Untersuchungen dauern sehr lang, doch Ribery und Benzma gehören voraussichtlich zu den unverzichtbaren Spielern in der Mannschaft", sagte Blanc.

Die französische Justiz ermittelt seit vergangener Woche offiziell gegen Ribery und Benzama wegen intimer Kontakte zu einer minderjährigen Prostituierten. Frankreichs Sportministerin Roselyn Bachelot hatte danach erklärt, dass sie "keinen Spieler nominieren würde, gegen den ermittelt wird".

Interims-Verbandspräsident Fernand Duchaussoy allerdings hatte nach seiner Wahl am vergangenen Freitag Blanc in der Affäre Ribery/Benzema freie Hand gegeben: "Wir respektieren, was der Trainer wünscht. Denn auch noch während des Verfahrens gilt zunächst einmal die Unschuldsvermutung, und die wichtigen Interessen der Mannschaft sind schließlich auch zu berücksichtigen."

Ribery und Benzema behaupten, zu den Zeitpunkten ihrer Kontakte zu der Prostituierten ihr tatsächliches Alter nicht gekannt zu haben. Im Falle einer Verurteilung droht den Spielern eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren sowie eine Geldstrafe von bis zu 35.000 Euro.

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