Diego Maradona hat sich nach seinem Aus als argentinischer Nationaltrainer mit schweren Anschuldigungen gegen Verbandspräsident Julio Grondona und Generaldirektor Carlos Bilardo zu Wort gemeldet.

"Was passiert ist? Grondona hat mich belogen, Bilardo hat mich hintergangen", las der 49-jährige Maradona aus einer vorbereiteten Erklärung vor.

Vor Zeugen habe ihn Grondona noch in Südafrika für seine Arbeit beglückwünscht und den Wunsch geäußert, mit ihm weiterzumachen. Erst in Argentinien habe er dann erfahren, dass sieben Mitglieder aus seinem Betreuerstab gehen müssen. "Das war so, als ob er gesagt hätte, dass ich selbst weg vom Fenster sei", sagte Maradona weiter.

Der Weltmeister von 1986 fühlt sich hintergangen, vor allem von seinem ehemaligen Nationaltrainer Bilardo. "Als wir noch dem WM-Aus nachtrauerten, arbeitete Bilardo schon im Hintergrund daran, mich rauszuwerfen", hieß es in dem zehnminütigen Vortrag, zu dem keine Fragen zugelassen waren.

Dabei sah sich Maradona mit seiner Arbeit auf dem richtigen Weg. Er habe die Spieler wieder zu einer Einheit zusammengeschweißt, aber man habe ihm keine Zeit gelassen, die Sache zu Ende zu führen. Dass die Nationalelf seit 1990 nicht mehr über ein WM-Viertelfinale hinausgekommen ist, habe allein mit falschen Entscheidungen "von oben" zu tun.

Seinem Nachfolger gab Maradona noch einen Rat mit auf den Weg: "Egal, wer es wird, er sollte wissen, dass der Verrat hinter der Ecke lauert, und dass es Personen gibt, die sich nicht um den argentinischen Fußball kümmern, sondern nur um ihre eigenen Interessen."

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