Der französische Nationalmannschaftskapitän Patrice Evra hat nach der peinlichen Vorstellung der Equipe Tricolore bei der Fußball-WM in Südafrika erstmals öffentlich Stellung genommen und Ex-Nationaltrainer Raymond Domenech sowie Lilian Thuram harsch kritisiert.

"Nach jedem Training gab es Beschwerden bei mir wegen Domenechs schlechter taktischer Arbeit. Ich habe versucht, mit seinen Assistenten darüber zu sprechen - ohne Ergebnis", sagte Evra in einem Interview mit der Zeitung "Le Figaro".

Wenig freundliche Worte fand Evra auch für den früheren Nationalspieler Lilian Thuram, der als Vorstandsmitglied des französischen Verbandes FFF Evras Verbannung aus der Nationalmannschaft gefordert hatte. "Er hat meinen Ruf geschädigt, ohne zu wissen, was passiert ist. Ich habe versucht, eine Erklärung von ihm zu bekommen. Aber er hat nicht reagiert und anschließend behauptet, ich würde nicht antworten."

Thuram solle aufhören, eine Rolle zu spielen, die er nicht inne hätte, und zu behaupten, die Mannschaft schüre Rassismus. "Er sollte nicht mit Büchern über Sklaverei und einer Brille herumlaufen und sich für Malcolm X halten", meinte Evra in Richtung Thuram, der den Verteidiger für den Spielerstreik während der WM verantwortlich gemacht hatte.

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