Aime Jacquet hat sich für die französischen WM-Rebellen eingesetzt. Der frühere Nationaltrainer Frankreichs, der die "Equipe Tricolore" 1998 zum Titel im eigenen Land geführt hatte, forderte in einem Brief der französischen Spieler-Vereinigung (UNFP) den französischen Verband (FFF) auf, die Sperren gegen die vier Nationalspieler aufzuheben.

Neben Jacquet haben der frühere Nationaltrainer Michel Hidalgo, Guy Roux, Ex-Trainer des Erstligisten AJ Auxerre, die früheren Nationalspieler Jean Djorkaeff und Sylvain Kastendeuch sowie UNFP-Vizepräsident Philippe Piat das Schriftstück unterzeichnet.

Jacquet und Co. bezeichnen die Sanktionen als "ungerecht und überzogen" und fordern eine schnelle Lösung des Verbandes. Eine Sperre gegen vier der insgesamt 23-WM-Fahrer gieße grundlos Öl ins Feuer, "wo es doch ratsam ist, das Feuer zu löschen und den Neuaufbau einzuleiten".

Nationaltrainer Laurent Blanc gibt am Donnerstag den Kader für die beiden EM-Qualifikationsspiele der Franzosen gegen Weißrussland am 3. September und am 7. September in Bosnien-Herzegowina bekannt.

Der französische Verband hatte Länderspielsperren gegen Nicolas Anelka (FC Chelsea/18 Spiele), Patrice Evra (Manchester United/5), Frank Ribery (Bayern München/3) und Jeremy Toulalan (Olympique Lyon/1) verhängt. Anelka war der Auslöser für beispiellose Vorfälle während der WM in Südafrika.

Der Stürmerstar hatte sich im Gruppenspiel der Franzosen gegen Mexiko (0:2) in der Halbzeit einen lautstarken Disput mit Nationaltrainer Raymond Domenech geliefert und wurde auch verbal ausfallend. Anelka war daraufhin nach Hause geschickt worden. Vor dem letzten Spiel gegen Südafrika bestreikte die Mannschaft das Training.

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