Frankreichs Fußball-Verband (FFF) hat die endgültige Trennung von seinem ehemaligen Nationaltrainer Raymond Domenech offiziell bestätigt.

"Er hat seine Kündigung wegen groben Fehlverhaltens am Freitag schriftlich bekommen. Wenn er will, kann er dagegen vor einem Gericht vorgehen. Unter Berücksichtigung all seiner Vertragsklauseln wäre ich davon allerdings schockiert", sagte FFF-Interimspräsident Fernand Duchaussoy.

Domenechs Vertrag als Nationalcoach war nach der desaströsen WM der Franzosen ohnehin ausgelaufen. Allerdings stand der 58-Jährige in anderen Funktionen weiter auf der Gehaltsliste des Verbandes.

Gemäß französischen Rechts hat der Entlassene bei einer Trennung aufgrund "groben Fehlverhaltens" keinen Anspruch auf die

Zahlung einer Abfindung. Domenech hätten sonst angeblich 300.000 bis 500.000 Euro zugestanden. Ob der Ex-Coach juristisch gegen die FFF vorgehen wird, ist noch unklar.

Der Verband hält Domenech unter anderem vor, dass er bei der WM in Südafrika nach der 1:2-Niederlage gegen die Gastgeber seinem Trainerkollegen Carlos Alberto Parreira nicht die Hand geschüttelt hatte.

Zudem hätte er den Verband umgehend über die Vorfälle während des Spiels gegen Mexiko informieren müssen, als es in der Halbzeitpause zu einem heftigen Wortgefecht zwischen Domenech und Angreifer Nicolas Anelka gekommen war.

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