Argentiniens Idol Diego Maradona hat sich persönlich an das Nobelpreis-Komitee gewandt. Der Weltmeister von 1986 setzte sich in einem Brief dafür ein, dass die Organisation "Großmütter von der Plaza de Mayo" mit dem Friedensnobelpreis geehrt wird.

Die Vereinigung führt Kinder, die während der Militärdiktatur in Argentinien zur Zwangsadoption freigegeben wurden, wieder mit ihren ursprünglichen Familien zusammen.

Maradona lobte die Nichtregierungsorganisation als "unerschrocken und mutig". Zumeist handelt es sich bei den Vermissten um Enkelkinder der Frauen und damit um die Nachkommen ihrer verschwundenen Töchter. In 102 Fällen hatten die Großmütter bislang Erfolg. Der Friedensnobelpreis wird am Freitag in Oslo vergeben.

Die Präsidentin der "Großmütter von der Plaza de Mayo", Estela de Carlotto, hatte die argentinische Nationalmannschaft im WM-Quartier im südafrikanischen Pretoria besucht und bei Maradona anscheinend bleibenden Eindruck hinterlassen.

Der 49-Jährige erklärte, die Organisation verdiene den Preis für "die Liebe und Hingabe" bei der Suche und der anschließenden Zusammenführung der Familien.

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