Der umstrittenen Vuvuzela droht nun sogar in Südafrika die Verbannung aus den Fußballstadien.

Die Plastiktröten, während der WM vor allem im Ausland heftig kritisiert, stehen nun auch in ihrem Ursprungsland in der Diskussion, nachdem sie zuletzt von wütenden Fans aufs Spielfeld geworfen worden waren.

"Wenn dieser Trend anhält, werden wir härtere Maßnahmen ergreifen müssen", erklärte der Chefankläger der südafrikanischen Fußball-Profiliga PSL, Zola Majavu, in der "Daily Sun" - Stadion-Verbot nicht ausgeschlossen.

Aufhänger ist ein Vorfall beim Pokalspiel zwischen den Erzrivalen Kaizer Chiefs und Orlando Pirates aus Soweto im WM-Stadion Soccer City am 26. September. Empörte Kaizer-Fans warfen während der Partie zwei Vuvuzelas und einen Kohlkopf auf den Rasen. Dafür wurde der Verein mit einer Bewährungsstrafe von 500.000 Rand (etwa 51.000 Euro) belegt, die im Wiederholungsfalle fällig wird.

Außerdem sollte sich der Klub für das Fehlverhalten seiner Fans öffentlich entschuldigen. Dabei sagte der Gründer und Vorstandsvorsitzende der Chiefs, Kaizer Motaung: "Vuvuzelas nehmen dem Spiel etwas. In meinen Augen sind sie nichts als laute Gegenstände, die die Leute lieben. Ich aber bevorzuge Fans, die ihr Team singend und tanzend unterstützen."

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