Nach dem Skandal beim Weltverband FIFA droht auch der Europäischen Fußball-Union (UEFA) eine Bestechungsaffäre. Einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge liegen einem Vorstandsmitglied des Fußballverbandes von Zypern Beweise vor, die angeblich einen Verkauf des EM-Turniers 2012 an die Ukraine und Polen durch Vorstandsmitglieder der UEFA belegen.

Der Funktionär, Spyros Marangos, versuche laut SZ "seit zwei Jahren erfolglos, UEFA-Präsident Michel Platini diese Informationen zu übergeben".

Marangos behauptet, er habe mehrere Zeugen dafür, wie in einer zyprischen Anwaltskanzlei Korruptionsgeschäfte abgewickelt worden seien, die fünf hohe UEFA-Funktionäre betroffen und eine Gesamtsumme von elf Millionen Euro umfasst hätten.

UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino bestritt am Freitag am Rande des DFB-Bundestages in Essen jede konkrete Kenntnis dieser Vorwürfe.

Marangos' Anwalt Neoclis Neocleous bestätigte dagegen der SZ, dass zwei der angeblich signierten Zeugenaussagen in Plastik eingeschweißt und mit Originaldatum versehen seien. Marangos könne so belegen, wie lange ihm die Aussagen schon vorlägen. "Die Zeugen sind bereit, vor Gericht unter Eid auszusagen, wenn es so weit ist", sagte Neocleous.

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