Der Weltverband FIFA hat bei der Aufarbeitung des Bestechungsskandals um die WM-Vergabe für 2018 und 2022 eine harte Linie angekündigt.

Die FIFA und das Ethik-Komitee hätten sich verpflichtet, jedes unethische Verhalten mit "null Toleranz" zu verfolgen, schrieb die FIFA in einer Stellungnahme am Montag. Sie sei entschlossen, "die Integrität des Bewerbungsprozesses zu schützen".

In der vergangenen Woche hatte die FIFA in der Bestechungsaffäre die Exekutivmitglieder Amos Adamu aus Nigeria und Reynald Temarii aus Tahiti suspendiert. Den beiden Funktionären wird vorgeworfen, ihre Stimmen für die Vergabe feilgeboten zu haben.

Am Sonntag nannte der ehemalige FIFA-Generalsekretär Michel Zen-Ruffinen im Zuge einer Undercover-Recherche Namen von Mitgliedern des Weltverbandes, die möglicherweise bestechlich sind. Beide Male hatte die englische Zeitung "Sunday Times" recherchiert.

Die FIFA bestätigte, dass die Aussagen Zen-Ruffinens in die laufenden Untersuchungen einfließen würden, und forderte von der Sunday Times sämtliches Material zu beiden Fällen an. Bis Mitte November und damit noch vor dem WM-Vergabeverfahren am 2. Dezember will das FIFA-Ethik-Komitee die Untersuchung abgeschlossen und endgültige Entscheidungen getroffen haben.

Die Suspendierung der beiden Exekutivmitglieder gilt bis zu 30 Tagen und kann unter Umständen um weitere 20 Tage verlängert werden. Eine Verschiebung der Vergabe hatte FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke ausgeschlossen.

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