Die Affäre um den angeblichen Stimmenkauf bei der Vergabe der Europameisterschaft 2012 an Polen und die Ukraine spitzt sich zu.

Bevor Spyros Marangos in den kommenden Tagen die Beweise für seine Korruptionsvorwürfe gegen die UEFA vorlegen will, forderte der zyprische Funktionär eine Verlegung der EURO nach Italien.

"Ich kämpfe um Gerechtigkeit: Die Euro 2012 sollte nachträglich an Italien vergeben werden", sagte der 61-Jährige im Interview mit der italienischen Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport". Von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) gab es am Donnerstag dazu zunächst keine Stellungnahme.

Nach Angaben von Marangos wurde Italien 2007 in Cardiff bei der Wahl des Austragungsortes für die EM 2012 betrogen. Der ehemalige Schatzmeister des zyprischen Verbandes bestätigte zudem einmal mehr seine Bestechlichkeitsvorwürfe gegen vier Spitzenfunktionäre der UEFA.

"Ich habe keine Angst, ich will bis zum Ende dieser Geschichte gelangen. Ich bange aber um meine Frau, meine Kinder, um Zeugen, Rechtsanwälte und auch um die Journalisten", sagte Marangos.

Er sei bereit gewesen, nach Genf zu fliegen, um der UEFA Beweismaterial für seine Anschuldigungen zu liefern, doch der Termin sei abgesagt worden.

"Ich bin bereit, hier auf Zypern alle Informationen in Anwesenheit meines Rechtsanwalts und eines Vertreters einer öffentlichen Behörde zu lieferen. Ich muss mich schützen, weil das Verbrechen hier begangen wurde", sagte Marangos.

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