Der erste Prozess um den größten Wettskandal im europäischen Fußball stockt.

Wie angekündigt schwieg der Angeklagte Tuna A., der zum Führungskreis der Wettmafia gezählt wird, am vierten Verhandlungstag vor dem Bochumer Landgericht.

Der eigentlich geständige 55-Jährige machte keine Aussagen, weil ihm und seinen Verteidigern erst kurzfristig Unterlagen von der Vernehmung des Hauptverdächtigen Marijo C. vorgelegt worden waren.

"Wir müssen sie erst sichten und mit unserem Mandanten besprechen", sagte Rechtsanwalt Joachim Müller: "Dann wird er sich zur Sache einlassen."

Für den nächsten Verhandlungstag am 17. November kündigten die Verteidiger von Tuna A., dem wie drei anderen Angeklagten gewerbs- und bandenmäßger Betrug vorgeworfen wird, eine Erklärung zur Sache an.

Der von der Staatsanwaltschaft ebenfalls zur Führungsebene gezählte Nürettin G. schwieg am Donnerstag ebenfalls, da er noch auf keine Aussage vorbereitet war.

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