Dem Weltverband FIFA droht direkt im Anschluss an die Vergabe der Weltmeisterschaften 2018 und 2022 ein juristisches Nachspiel.

Wegen der Suspendierung der FIFA-Exekutivmitglieder Reynald Temarii (Haiti) und Amos Adamu (Nigeria) stehen bei dem Votum in Zürich am Donnerstag nur noch 22 der 24 Exekutivmitglieder zur Verfügung.

Laut Satzung des Weltverbandes müssen aber 24 Exko-Mitglieder über die WM-Vergabe abstimmen, damit sie gültig ist. Alleine deshalb könnten die unterlegenen Kandidaten die Wahl wohl juristisch anfechten.

"Es ist durchaus möglich, dass die Wahl erfolgreich angefochten werden kann. In den FIFA-Statuten ist in Artikel 30 eindeutig festgehalten, dass das Exekutiv-Komitee aus 24 Mitgliedern besteht. Scheidet ein Mitglied aus, muss es unverzüglich ersetzt werden. Das kann man so verstehen, dass zumindest 24 Mitglieder eingeladen werden müssen, damit die Wahl auf jeden Fall gültig ist. Sollte der Internationale Sportgerichtshof CAS zu der gleichen Ansicht kommen, müsste die Wahl wiederholt werden", sagte der Frankfurter Sportrechtler Nicolas Rößler.

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