Die durch den Tod eines Fans ausgelösten Unruhen im künftigen WM-Gastgeberland Russland halten die Behörden besonders in Moskau weiter in Atem. Am Samstag verhaftete die Polizei rund 500 Teilnehmer an einer Demonstration rechtsgerichteter Nationalisten und beschlagnahmte zahlreiche Waffen.

Die Sicherheitskräfte begründeten die Festnahmen als Vorbeugung neuerlicher Krawalle zwischen russischen Nationalisten und Angehörigen der kaukasischen Bevölkerung. Der ethnische Konflikt hatte vor mehreren Tagen zu massiven Gewaltausbrüchen vor allem in der russischen Hauptstadt geführt.

Im Zuge der Krawalle waren über 1300 Personen verhaftet und mehr als 260 schusswaffenähnliche Gegenstände und Messer konfisziert worden. Die Unruhen waren in der Vorwoche durch eine Gedenk-Kundgebung für einen mutmaßlich von Kaukasiern getöteten Fan des Erstligisten Spartak Moskau ausgelöst worden.

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