Trotz seiner Rücktrittserklärung vom November wird Marcelo Bielsa beim Länderspiel des WM-Achtelfinalisten Chile am 22. Januar in den USA als Trainer auf der Bank der Südamerikaner sitzen, teilte der chilenische Verband ANFP am Mittwoch mit.

Das Verwirrspiel um Bielsa ist Folge eines Machtkampfes in der Verbandsführung. Der argentinische Coach hatte seinen Abschied verkündet, nachdem Jorge Segovia die Wahl um das Präsidenten-Amt beim ANFP gegen den Amtsinhaber und Bielsa-Vertrauten Harold Mayne-Nicholls gewonnen hatte.

Bielsa begründete seine Demission mit unauflöslichen Vorbehalten gegen Segovia. Später annullierte die ANFP-Exekutive Segovias Wahl wegen angeblicher Interessenkonflikte des gebürtigen Spaniers durch seine geschäftlichen Tätigkeiten und setzte für Januar Neuwahlen an.

Angesichts der unklaren Situation setzte Bielsa seinen Rücktritt anscheinend zumindest vorläufig aus. "Die Betreuung der Mannschaft ist Bestandteil seines nach wie vor gültigen Vertrages mit uns. Über seine weitere Zukunft wird er entscheidenden, wenn die Präsidentschaftswahlen stattgefunden haben", sagte ein Verbandssprecher.

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