Ein halbes Jahr nach dem Ende der WM-Endrunde ist der "Fußball-Freitag" in Südafrika Geschichte. Sportminister Fikile Mbalula erklärte diesen eigens für das Weltturnier eingerichteten Feiertag nun für abgeschafft.

Stattdessen rücken nun wieder die Nationalsportarten in den Mittelpunkt, so soll es nun entweder Rugby- oder Kricket-Freitage geben.

Als Symbol der Unterstützung für ihre eigene Fußball-Nationalmannschaft streiften sich die Südafrikaner im Vorfeld der WM 2010 jeden Freitag das Trikot von "Bafana Bafana" über.

Die anfangs eher belächelte Aktion fand, je näher das Ereignis heranrückte, immer mehr Fans. Wenige Wochen vor dem Anpfiff am 11. Juni 2010 trugen schließlich auch Südafrikaner, die ansonsten nicht viel mit Fußball anfangen können, das gelb-grüne Jersey der Nationalelf.

Trotz der großen Unterstützung durch die eigenen Landsleute scheiterte Südafrika jedoch bereits in der Vorrunde.

Nun fordern die beiden anderen großen Sportarten in Südafrika ihr Recht auf Unterstützung ein. Das südafrikanische Kricket-Team, "Proteas" genannt, geht als einer der Favoriten in die Weltmeisterschaft, die vom 27. Februar bis 2. April in Indien, Sri Lanka und Bangladesch stattfindet.

Und vom 9. September bis 23. Oktober sind Südafrikas "Springböcke" gefordert, bei der Rugby-WM in Neuseeland ihren Titel zu verteidigen.

"Wir haben es für die Fußball-WM 2010 getan. Daher rufen wir die ganze Nation auf, sich nun auch hinter den beiden anderen Sportarten zu vereinigen, um den Spielern zu zeigen, dass das Land hinter ihnen steht", sagte Sportminister Fikile Mbalula nach einem Bericht der "Cape Times".

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