Der deutsche Trainer Holger Osieck hat die australische Fußball-Nationalmannschaft erstmals ins Endspiel eines Asien-Cups geführt.

Die "Socceroos" gewannen ihr Halbfinale gegen das Überraschungsteam Usbekistan in Katar souverän 6:0 (2:0). Im Finale am Samstag wartet Japan, das sich im Elfmeterschießen gegen den Erzrivalen Südkorea durchgesetzt hatte.

Harry Kewell (5.), Sasa Ognenovski (35.), David Carney (66.), Brett Emerto (75.), Carl Valeri (82.) und Robbie Kruse (83.) sorgten für den lockeren Sieg der Osieck-Elf.

Zudem sah der Usbeke Ulugbek Bakajew in der 67. Minute die Gelb-Rote Karte. Australien nimmt nach seinem Wechsel von der ozeanischen zur asiatischen Konföderation im Jahr 2006 erst zum zweiten Mal an einer Asienmeisterschaft teil.

Mit dem Bundesliga-Trio Shinji Kagawa (Borussia Dortmund), Makoto Hasebe (VfL Wolfsburg) und Atsuto Uchida (Schalke 04) hatte zuvor Japan nach einem Krimi das Finale erreicht. Die "blauen Samurai" gewannen das Duell zweier WM-Teilnehmer gegen Südkorea im Al-Gharafa-Stadion mit 3:0 im Elfmeterschießen.

Nach Verlängerung hatte es 2:2 (1:1, 1:1) gestanden. Japan gewann bislang dreimal den Asien-Cup (1992, 2000, 2004).

Die Südkoreaner waren in der 23. Minute durch einen Foulelfmeter von Ki Sung-Yong mit 1:0 in Führung gegangen. Die Japaner, die viel Druck machten und die besseren Möglichkeiten herausspielten, glichen durch Ryoichi Maeda (36.) aus.

Hajime Hosogai (97.) erzielte im Nachschuss das 2:1, nachdem zunächst WM-Star Keisuke Honda mit einem höchst umstrittenen Foulelfmeter an Torwart Jung Sung-Ryong gescheitert war. Hwang Jae-Won (120.) erzwang dann mit dem 2:2 das Elfmeterschießen.

Aufseiten der Südkoreaner wurde der Hamburger Son Heung-Min in der 82. Minute eingewechselt. Beim WM-Vierten von 2002 wirkte zudem der langjährige Bundesliga-Profi Du-Ri Cha mit, der jetzt bei Celtic Glasgow unter Vertrag steht.

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