Die Krise im griechischen Fußball hat die Regierung auf den Plan gerufen. "Wir werden alles Notwendige tun, um den professionellen Fußball in unserem Land aus der Gosse zu holen, in der er sich momentan befindet", erklärte Kultur- und Tourismus-Minister Pavlos Geroulanos in Athen mit Blick auf die ausufernde Gewalt und Korruption im Land des Ex-Europameisters.

Das Kabinettsmitglied kündigte zuvorderst eine Überprüfung der finanziellen Unterstützung des Fußballs durch die öffentliche Hand an.

"Der griechische Fußball hat sich sein eigenes Grab gegraben. Aber unsere Aufgabe ist es nicht, den Grabstein zu setzen, sondern dafür zu sorgen, dass sich der Fußball wieder erholen kann. Dazu werden werden wir alle uns zur Verfügung stehenden Mittel nutzen und damit anfangen, Zuwendungen zu kürzen oder zu streichen, wenn die Missstände nicht abgestellt werden", sagte Geroulanos weiter.

Woche für Woche überschatten schwere Ausschreitungen in Hellas die Spiele der Profiligen. Von der Gewalt sind immer wieder auch Spieler betroffen. Manipulationen von Punktspielen verschärfen die Probleme zusätzlich.

Im Interesse ihrer in Griechenland spielenden Mitglieder forderte die internationale Profifußballer-Vereinigung FIFPro von den griechischen Behörden und auch der Europäischen Union (EU) am Freitag nach den gescheiterten Bemühungen der griechischen Spieler-Vereinigung PSAP Maßnahmen zum Schutz der Spieler.

Die FIFPro beruft sich bei ihrem Appell auf das Recht aller Arbeitnehmer auf Unversehrtheit am Arbeitsplatz und die Pflicht von Arbeitgebern zur Gewährleistung der Sicherheit ihrer Angstellten.

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