Wegen politischer Unruhen ist der für das Wochenende geplante Auftakt der Meisterschaft an der Elfenbeinküste abgesagt worden.

Die Entscheidung traf der nationale Verband FIF des westafrikanischen Staates vor dem Hintergrund der seit den Präsidentschafts-Wahlen im November anhaltenden Krawalle und mehreren hundert Todesopfer.

Ein neuer Termin für den Liga-Start steht noch nicht fest.

Entgegen seiner vorbeugenden Haltung auf nationaler Ebene allerdings will der FIF die für die übernächste Woche (27. März) in der Hauptstadt Abidjan angesetzten Qualifikationsspiele seiner Nationalmannschaft und seines U23-Olympia-Teams wie geplant ausrichten.

Die Elite-Elf des WM-Teilnehmers trifft in der Ausscheidung zum nächsten Afrika-Cup auf Benin, der Nachwuchs muss in der Olympia-Qualifikation antreten.

"Wir sagen solche wichtigen internationalen Spiele nicht aufgrund von Gerüchten ab. Für beide Spiele werden die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen getroffen, und wir werden unsere Gäste angemessen empfangen und für sie sorgen", teilte der FIF in einer offiziellen Erklärung mit.

An der Elfenbeinküste herrschen seit dem Herbst teilweise bürgerkriegsähnliche Zustände. Hintergrund ist die Weigerung von Staatschef Laurent Gbago, den Wahlsieg seines Herausforderers Alassane Ouattara anzuerkennen und zurückzutreten.

Die Unruhen haben bereits hunderte Menschenleben gefordert und fast eine halbe Million Menschen in die Flucht aus ihren Heimatstädten getrieben.

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