Asiens Verbandsboss Mohamed Bin-Hammam wird am Freitag bekanntgeben, ob er im Sommer gegen Amtsinhaber Joseph S. Blatter antritt und für den Posten des FIFA-Präsidenten kandidiert.

Der Katarer wird eine Pressekonferenz im Hauptquartier des Asiatischen Fußball-Konföderation (AFC) abhalten.

Sollte sich Bin-Hammam für eine Kandidatur entscheiden, käme es beim bevorstehenden FIFA-Wahlkongress (31. Mai/1. Juni) in Zürich zum Zweikampf um das höchste Amt im Weltfußball.

Bin-Hammam hatte in den vergangenen Monaten bereits mehrfach die Möglichkeit einer Kandidatur gegen Blatter angedeutet.

Zuvor hatte der Araber Ende August 2010 noch erklärt, entgegen aller Spekulationen den amtierenden FIFA-Chef nicht herauszufordern und vielmehr Blatter im Falle seiner Kandidatur für eine vierte Amtszeit unterstützen zu wollen.

Sein Schulterschluss mit Blatter ist allerdings offenkundig Vergangenheit.

In dem Interview übte Bin-Hammam durch Werbung für mehr Transparenz bei der FIFA und eine umfassendere Zusammenarbeit der Weltorganisation mit den Vereinen indirekt deutliche Kritik an Blatters Amtsführung.

Blatter führt die FIFA seit 1998 an. Bislang ist noch keine offizielle Kandidatur gegen den früheren FIFA-Generalsekretär abgegeben worden.

Blatter war zuletzt besonders durch den Manipulationsskandal bei der Vergabe der WM-Endrunden 2018 an Russland und 2022 an Katar und die Mängel bei der anschließenden Aufklärungsarbeit in die Kritik geraten.

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