Bayern Münchens "WM-Rebell" steht erstmals seit dem Eklat im WM-Sommer im Kader der französischen Nationalmannschaft.

Dies gab Trainer Laurent Blanc am Donnerstag bekannt und berief auch den früheren Kapitän Patrice Evra in den Kader für die anstehenden Länderspiele.

Teile der Mannschaft hatten bei der WM in Südafrika das Training verweigert, was am Ende zum Sturz von Trainer Raymond Domenech führte.

Blanc hatte sich bereits am Mittwoch in München während des Champions-League-Spiels der Bayern gegen Inter Mailand (2:3) ein Bild von Riberys Form gemacht und mitgeteilt, es sei "unumgänglich, ihn in Bestform ins Team zu holen".

Frankreich trifft am 25. März zunächst in der EM-Qualifikation auf Luxemburg sowie vier Tage später in einem Test-Länderspiel auf Kroatien.

Ribery und Evra gehörten in Südafrika zu den Rädelsführern des Spielerstreiks nach der Suspendierung von Angreifer Nicolas Anelka durch Domenech. Anelka wurde als Konsequenz für 18 Spiele aus der Nationalmannschaft ausgeschlossen, Evra für fünf, Ribery für drei.

"Im Nachhinein sehe ich diese Mannschaft als eine Gruppe von verantwortungslosen kleinen Gören", hatte Domenech zuletzt in einem Interview mit der französischen Tageszeitung "L'Express" gesagt.

Nachfolger Laurent Blanc machte sich von Beginn an für eine Rückkehr der Rebellen stark. Damit stand er im Widerspruch zur französischen Sportministerin Chantal Jouanno, die das Duo nach den Vorfällen nicht mehr für das Nationalteam berücksichtigt sehen wollte.

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