FIFA-Präsident Joseph S. Blatter muss sich mit Kritik seitens des Menschenrechtsbeauftragten der

Bundesregierung auseinandersetzen. Markus Löning empfand die Reise des Schweizers Blatter vor wenigen Wochen nach Birma unpassend. "Dialog ist gut, es muss aber zweifelsfrei sein, dass es um die Birmesen geht und nicht um die Wiederwahl von Herrn Blatter", sagte Löning dem Nachrichtenmagazin "Focus".

Am 1. Juni finden Wahlen für das Präsidentenamt des Fußball-Weltverbandes FIFA statt. Blatter will sich gegen Herausforderer Mohamed Bin-Hammam aus Katar durchsetzen und in seine vierte Amtszeit seit 1998 gehen.

Sylvia Schenk, Vorstandsmitglied der Antikorruptionsorganisation Transparency International, schloss sich der Ansicht Lönings an: "Die Präsidentenkandidaten buhlen um die Stimme von zwielichtigen Vertretern. Solche Regime sollte man nicht aufwerten", sagte Schenk.

Blatter war Mitte März nach Birma gereist, um den Chef des Fußballverbandes Birmas, Zaw Zaw, zu treffen und eine Fußball-Akademie und ein Stadion einzuweihen, welche die FIFA finanziell gefördert hatte.

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