Der Weltverband FIFA übernimmt vorerst die Amtsgeschäfte des indonesischen Verbandes PSSI. Das teilte die FIFA am Montag mit.

Der Weltverband begründete das Vorgehen damit, dass die derzeitige Führungsschicht den Fußball in Indonesien nicht unter Kontrolle und seine Glaubwürdigkeit verspielt habe.

"Ich schätze die Entscheidung der FIFA sehr, weil sie in einer Linie mit dem Willen der Regierung steht, das Management des PSSI zu verbessern", sagte der indonesische Sportminister Andi Mallarangeng der Nachrichtenagentur "Antara News".

Der Minister wird sich demnächst mit FIFA-Präsident Joseph S. Blatter treffen, um die Übernahme zu besprechen. Auf einer Generalversammlung im März scheiterte die PSSI damit, eine Wahlkommission einzusetzen.

Nach Tumulten musste der Kongress gar abgebrochen werden. Außerdem war es dem indonesischen Verband nicht gelungen, eine abtrünnige Liga unter Kontrolle zu bringen. Den PSSI-Vorsitzenden Nurdin Halid und seine Hauptrivalen schloss die FIFA von den kommenden Wahlen für den Verbandschefposten umgehend aus.

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