Für Franz Beckenbauer wird die Wiederwahl von FIFA-Präsident Joseph S. Blatter am 1. Juni auf dem Kongress in Zürich kein Selbstläufer.

"Wenn Mohamed Bin-Hammam sich entscheidet zu kandidieren, und er hat sich ja entschieden, dann macht er dies nicht ohne das Wissen, Freunde, Unterstützer und eine reelle Chance zu haben. Deswegen sage ich: Sepp Blatter wird um seine Wiederwahl kämpfen müssen", sagte der "Kaiser" zu "dfb.de".

Er glaubt an eine enge Entscheidung zwischen dem seit 1998 als FIFA-Chef amtierenden Blatter und seinem Herausforderer aus Katar.

Beckenbauer, der am 22. März als UEFA-Vertreter aus dem Exekutivkomitee der FIFA ausgeschieden war, kann sich allerdings vorstellen, dass Europa auch langfristig den FIFA-Präsidenten stellt:

"Es ist sicherlich so angedacht, dass Michel Platini nach Sepp Blatters letzter Amtszeit 2015 als FIFA-Präsident antritt. Ich traue Michel dies zu. Er hat sich unglaublich entwickelt und die UEFA, die ja nicht einfach zu führen ist, in einen sehr, sehr stabilen Zustand gebracht", so Beckenbauer und ergänzte:

"Ich denke, er wäre auch ein guter FIFA-Präsident. Doch man muss abwarten. Wenn Sepp Blatter am 1. Juni wiedergewählt wird, dann könnte dieser Plan aufgehen. Wenn nicht, dann wird es für die FIFA eine andere Zukunft geben."

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