Im Skandal um die Rassismus-Vorwürfe im französischen Fußball ist die undichte Stelle offenbar gefunden.

Mohamed Belkacemi, Chief Community Officer beim französischen Fußball-Verband FFF, soll die pikanten Inhalte der Unterredung über eine Quote für Nationalspieler mit doppelter Nationalität weitergegeben haben. Das berichtet die Tageszeitung Le Parisien.

Belkacemi war im vergangenen November offenbar auch Teilnehmer des Gesprächs zwischen Nationalcoach Laurent Blanc, dem mittlerweile suspendierten technischen Direktor Francois Blaquart und zwei Jugendtrainern des Verbandes, bei dem es um Spieler mit doppelter Nationalität ging, die trotz der Ausbildung in Frankreich für die Auswahl ihres Herkunftslandes spielen könnten.

Am Samstag hatte die Online-Zeitung "Mediapart" den wörtlichen Bericht des Treffens veröffentlicht.

Belkacemi wurde bereits von einer Untersuchungskommission des Verbandes befragt. Derzeit laufen in der Angelegenheit zwei seperate Ermittlungen. In der kommenden Woche wollen Frankreichs Sportministerin Chantal Jouanno und der französische Fußball-Verband die Ergebnisse vortragen. Auch Blanc soll zu der harsch krisierten Quoten-Idee befragt werden.

Mediapart hatte gemeldet, dass der französische Verband die Einführung einer Quote für schwarze und arabische Spieler plane und für einen Sturm der Entrüstung gesorgt. Blaquart hatte die Berichte später bestätigt.

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