Nach den schweren Krawallen beim polnischen Pokalfinale zwischen Legia Warschau und Lech Posen (5:4) müssen beide Teams ihre nächsten Begegnungen in der Liga unter Ausschluss der Öffentlichkeit bestreiten.

"Die Entscheidung ist für die echten Fans hart, auch für die Spieler, die Opfer der Hooligans sind", sagte Jacek Kozlowski, Chef des Verwaltungsbezirkes Warschau: "Ich hoffe, dass ich so eine Entscheidung nie wieder treffen muss." Die Aussperrung der Zuschauer gilt zunächst für ein Spiel.

Das Pokalendspiel im Co-Gastgeberland der EM 2012 in Bydgoszcz war von schweren Ausschreitungen überschattet worden. Nach dem Schlusspfiff hatten Hooligans das Spielfeld gestürmt, Werbebanden demoliert, eine Zuschauertribüne beschädigt und Fotografen angegriffen. Erst durch den Einsatz von Wasserwerfern konnte die Polizei die Situation unter Kontrolle bringen.

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hatte in der Vergangenheit Polen mehrfach wegen Hooligan-Ausschreitungen kritisiert, die das "Image des Landes" zerstörten. Die polnische Regierung hatte für die EM 2012, die in Polen und der Ukraine ausgetragen wird, schärfere Gesetze angekündigt.

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