Die FIFA hat Interpol Unterstützung in Millionen-Höhe für den Kampf gegen Korruption zugesagt.

Die internationale Polizeibehörde erhält demnach in den kommenden zehn Jahren insgesamt 20 Millionen Euro. "Spielabsprachen sind im Sport eine große Bedrohung.

Erfolge sind nur zusammen mit den Behörden möglich", sagte FIFA-Präsident Joseph S. Blatter am Montag in Zürich.

Mit der höchsten Spende, die Interpol je von einer privaten Institution erhalten hat, soll ein Anti-Korruptions-Programm mit Sitz in Singapur unterstützt werden.

Im Rahmen der Vereinbarung überweist die FIFA in den ersten zwei Jahren je vier Millionen, in den kommenden acht Jahren je 1,5 Millionen Euro.

"Wir werden alles unternehmen, um dieser Gefahr Herr zu werden", sagte Blatter. Nach Interpol-Angaben belaufen sich illegale Fußballwetten allein in Asien auf mehrere hundert Millionen US-Dollar jährlich.

Erst am Montag war bekannt geworden, dass im größten Wettskandal der europäischen Fußball-Geschichte anscheinend auch die Qualifikation zur EM-Endrunde 2008 in Österreich und der Schweiz betroffen ist.

Der mutmaßliche Wettpate Marijo C. sagte am zehnten Verhandlungstag vor der 12. Strafkammer des Landgerichts Bochum aus, dass der 4:0-Sieg Norwegens gegen Malta im Juni 2007 manipuliert worden sei.

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