Der Weltverband FIFA macht im Kampf gegen Spielabsprachen und Manipulation ernst. Die Anti-Korruptions-Einheit des Verbandes ist am Donnerstag nach Malaysia gereist, um möglichen Fällen von Bestechung auf den Grund zu gehen.

"Wir haben nie irgendeine Form von Spielabsprachen gebilligt. Hoffentlich kann das FIFA-Team helfen, Licht in die Korruptions-Anschuldigungen zu bringen", sagte Azzudin Ahmad, der Generalsekretär des malaysischen Fußball-Verbandes FAM.

Die von FIFA-Sicherheitschef Chris Eaton angeführte Delegation trifft sich mit dem FAM-Vizepräsidenten Tengku Abdullah Sultan Ahmad Shah und hohen Polizeibeamten des Sitten- und Anti-Glücksspiel-Dezernats. Über die Details der Anschuldigungen tappe der Verband noch im Dunkeln, sagte Ahmad.

Die FIFA untersucht derzeit mehr als 300 Spiele auf drei Kontinenten, die unter Manipulationsverdacht stehen. Die Drahtzieher des kriminellen Netzwerks vermutet der Weltverband in Singapur und Malaysia. Mitarbeiter von mindestens sechs nationalen Verbänden sollen mit den Verdächtigen zusammengearbeitet haben.

Im Kampf gegen Korruption im Fußball hat der Weltverband erst in der vergangenen Woche Interpol seine Unterstützung zugesichert. Die internationale Polizeibehörde erhält demnach in den kommenden zehn Jahren insgesamt 20 Millionen Euro.

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