Vor sieben Jahren stand AS Monaco noch im Champions-League-Finale - nun ist der stolze siebenmalige französische Meister mit Tränen und Randale in die Zweitklassigkeit abgestürzt.

Als durch ein 0:2 gegen Olympique Lyon der erste Abstieg seit 35 Jahren feststand, rasteten zahlreiche Fans aus.

Mit aus der Verankerung gerissenen Sitzschalen, Fahnenstangen und Baguettes bewarfen sie die vor dem Block postierten Polizisten.

Für Monaco ist es der erste Abstieg seit 1976.

2004 hatte das Team nach Triumphen über Real Madrid und den FC Chelsea noch im Champions-League-Finale gestanden. Dieses verlor die Mannschaft um Fernando Morientes und Ludovic Giuly aber 0:3 gegen den FC Porto.

Monaco stieg mit nur 40 Gegentoren aus 38 Spielen und fünf Punkten Rückstand auf Rang neun ab, doch der Niedergang hatte sich angedeutet.

Die Mannschaft hat keinen Star mehr, der Etat liegt mit 47 Millionen Euro nur noch im Mittelfeld der Liga, vier Präsidenten und sechs Trainer in sechs Jahren sind Zeugen des Chaos.

"Ich bin sehr enttäuscht, aber man muss die Gesetze des Fußballs respektieren und fragen, wie es so weit kommen konnte", sagte Trainer Laurent Banide fassungslos.

Dass der Klub aus dem Fürstentum vielen in der Liga ein Dorn im Auge war, ist ihm aber bewusst.

"Einige werden sich freuen", sagte er: "Aber Monaco in der zweiten Liga, das ist ein großer Verlust für den französischen Fußball."

Wie die Rückkehr zur alten Stärke zu schaffen ist, glaubt der Coach auch zu wissen. Jedenfalls nicht mit jener zusammengewürfelten Mannschaft, die im "Endspiel" um den Klassenerhalt nie den Eindruck erweckte, es schaffen zu können.

"Wenn wir unsere Seele wiederfinden, haben wir die Chance, irgendwann wieder ein großer Verein zu werden", sagte Banide.

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