DFB-Präsident Theo Zwanziger wird am Mittwoch in das skandalumwitterte Exekutivkomitee des Fußball-Weltverbandes FIFA einziehen.

Der 65 Jahre alte Jurist aus Altendiez wird in dem mit Korruptionsvorwürfen überzogenen Gremium Nachfolger von Franz Beckenbauer. Welche Kommission Zwanziger bei der FIFA leiten wird, ist offen.

Zwanziger reiste am Dienstag nach Zürich zum FIFA-Kongress - mit einem flauen Gefühl im Magen. Denn auch der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sieht den Ruf des Weltverbandes wegen der anhaltenden Affäre beschädigt.

Deshalb fordert Zwanziger mehr Transparenz und die dauerhafte Installation einer externen Untersuchungskommission.

"Es ist wichtig, dass man bei bestimmten Entscheidungen die Verantwortung auslagern kann. Es braucht eine sichtbare Gewaltenteilung innerhalb der Organisation und, in schweren Fällen, eine unabhängige Kommission außerhalb der FIFA", sagte er: "Die FIFA hat ein Imageproblem, in der Tat, und alle müssen daran arbeiten, es zu lösen."

Laut Zwanziger hat es sich nicht bewährt, zwei Weltmeisterschaften (2018/Russland und 2022/Katar) gleichzeitig zu vergeben.

"Es war sicher ein Fehler, zwei Weltmeisterschaften auf einen Schlag zu vergeben. Wo viel Geld ist, besteht auch immer Gefahr von Korruption, das ist in allen Bereichen der Gesellschaft so", sagte Zwanziger.

Deshalb müsse man präventiv arbeiten.

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